Als ich lernte mich selbst zu lieben

Credits: Silke Heinz
Credits: Silke Heinz

Kennst Du das auch? Man kümmert sich mehr um die Belange und Bedürfnisse der Anderen als um die Eigenen?

Zu diesen Menschen habe ich auch immer gehört. Ich möchte, dass es den Menschen um mich herum gut geht. Und ich kümmere mich darum. Ich erkenne sogar wenn jemand selbst nicht in der Lage ist gut für sich zu sorgen und unterstütze dann so gut es geht.
Und vor lauter Unterstützung für die anderen habe ich viele Jahre vergessen mich um mich selbst zu kümmern. Oder es zumindest vernachlässigt.
Mein Körper und meine Psyche haben mir dann meine Grenzen immer und immer wieder sehr deutlich aufgezeigt. Und in dem Moment wo ich einen Unfall hatte, oder eine schwererer Erkrankung, da sprang die Maschine für die Selbstfürsorge bei mir an. Doch oftmals nur, bis es mir eine Weile wieder besser ging, dann habe ich mit dem alten Muster weiter gemacht.

 

Es ist einfach nicht einfach (ich liebe diese krude Wortkonstruktion, bitte lasse sie Dir mal im Munde zergehen).

Liebgewonnene Gewohnheiten wollen bleiben, auch wenn sie uns nicht gut tun.
Es braucht eine Zeit, um etwas zu ändern.
Aber es geht.

 

Und ich kann nicht aufhören zu betonen wie wichtig es ist, sich um sich selbst zu kümmern.

 

SELBSTFÜRSORGE IST EIN AKT DER SELBSTLIEBE.

Jeder von uns hat viele Punkte an denen wir ansetzen können. Ich werde gleich auf einige eingehen.

 

 

 

Doch ein Wort noch vorweg:
Versuch nicht gleich den Mount Everest zu erklimmen wenn du etwas ändern willst. Vielle kleine Hügel sind viel besser.

  • Nimm Dir nicht zu viele Ziele auf einmal vor. Welches ist dir jetzt gerade am Wichtigsten? Kümmere dich erstmal nur um eine oder zwei Dinge die Du ändern möchtest.
  • Setze Deine Ziele realistisch. Nimm Dir genug Zeit Dein Ziel zu erreichen. Wir laufen keinen Sprint, sondern einen Marathon. Wir möchten nicht, dass uns nach kurzer Zeit die Luft ausgeht (spricht, wir die Lust verlieren), sondern wir möchten in einem moderaten Tempo das Ziel erreichen.
  • Feiere Deine Erfolge.  Belohne Dich für Deine kleinen Erfolge! Gönn Dir etwas. Unser Belohnungssystem im Gehirn ist unser bester Verbündeter.
  • Such Dir Unterstützer. Menschen die an Dich glauben. Das kann dein*e Partner*in sein, oder Freunde, Familie. Aber manchmal öffnen sich auch ganz neue Türen und Du triffst auf Deinem Weg neue Weggefährten.

Vielleicht fragst Du dich jetzt, was genau ist denn Selbstfürsorge?

Wie mache ich das?

 

Nun, eigentlich ist es ganz einfach. Sorge für Deinen Körper und Deine Psyche.

 

"...Du atmest ein, du atmest aus
Dieser Körper ist dein Haus
Und darin kennst du dich aus
Du lebst
Und das wird dir bewusst
Ohne nachzudenken
Nur aufgrund der eigenen Lebenslust..."

(aus dem Fanta 4 Song, Tag am Meer)

  • Nahrung
    Unsere Nahrung soll den Körper nähren. So dass er möglichst gesund sein kann.
    Achte darauf was Du isst. Und wieviel davon.
    Versuche das, was zwar unser Belohnungssystem anfeuert, aber den Körper krank macht zu reduzieren (wie immer in kleinen Schritten): Zucker, Alkohol, Weizen, zuviel Fleisch.
    Koche so oft frisch wie Du kannst. Nimm genügend Balaststoffe zu Dir. Richte Dein Essen schön an.
  • Zeit für Dich
    Jeden Tag solltest Du Zeit für Dich einplanen.
    Was entspannt Dich? Was tut Dir gut?
    Vielleicht ein Spaziergang im Wald oder durchs Feld? Eine kurze Meditation? Ein Bad oder eine Massage?
    Eine Tasse Tee und ein gutes Buch?
    Schaffe Dir kleine Inseln die nur für Dich sind.
  • Kümmere Dich um Dich selbst
    Du machst Dich nicht für andere hübsch, sondern für Dich selbst.  Und damit meine ich nicht tonnenweise Schminke, Parfüm, künstliche Nägel, Wimpern etc.
    Wenn du längeres Haar hast, bürste es mit einer hochwertigen Bürste jeden Tag 100x, Pflege Deinen Körper von innen (siehe den ersten Punkt) und auch von außen.
    Wie wäre es mal mit einer Bürstenmassage vor dem Duschen? Oder einem Handschuh aus Wildseide, wie es im Ayurveda gemacht wird? Nimm Dir die Zeit nach dem Bad/Dusche dich einzucremen oder sogar die feuchte Haut einzuölen.
  • Lerne Selbstachtung
    Genauso respektvoll wie Du mit anderen umgehst, solltest Du auch mit Dir selbst umgehen.
    Lerne negative Gedankenschleifen zu durchbrechen und etabliere statt dessen liebevolle Gedanken über Dich selbst.

    Lerne Dich selbst zu Lieben!
    Es gibt ganz viele Wesen in deinem Umfeld, die nur darauf warten, Dich zu unterstützen.

"... Du spürst die Lebensenergie
Die durch dich durchfließt
Das Leben wie noch nie in Harmonie und genießt
Es gibt nichts zu verbessern
Nichts was noch besser wär'
Außer dir im Jetzt und Hier
Und dem Tag am Meer...."

Selbstfürsorge ist ein Akt der Selbstliebe, Monki Yoga Blog Selbstliebe,
Photo by Steve Halama on Unsplash

DAs könnte dir auch gefallen

Positive Action!

Wie schwierig es manchmal sein kann positive Gedanken und positive Aktionen in Einklang zu bringen

Sag "Ja" zum "NEIN"

 

Warum es uns so schwer fällt "Nein" zu sagen und warum wir es üben sollten.